Mit dem Auto kauft man oft nach dem Motto: Was in den Einkaufswagen passt, kommt in den Kofferraum. Mit dem Fahrrad ist es umgekehrt. Hier bestimmt der Platz in den Taschen, was mitkommt. Wenn du deinen Einkaufszettel danach ausrichtest, kaufst du gezielter, stehst nicht mit einer unhandlichen Tüte an der Kasse und kommst ohne Probleme zu Hause an.
Mache dir zuerst klar, wie viel in deine Taschen passt. Pack einmal alles Nötige testweise ein, etwa Konserven, Gemüse und Brot, und sieh nach, wie voll die Tasche ist. Dann weißt du ungefähr, was eine Tasche fasst. Merke dir, dass leichte, sperrige Dinge wie Chips oder Toilettenpapier viel Platz brauchen, während Schweres wie Getränke oder Kartoffeln wenig Raum, aber viel Gewicht mitbringen.
Die Liste ordnen
Sortiere die Liste nach Größe und Empfindlichkeit. Schreibe zuerst das Schwere, dann Mittleres und ganz unten Leichtes und Zerbrechliches. So packst du später in der richtigen Reihenfolge, und nichts wird zerdrückt. Brot, Eier und Obst kommen obenauf, Flaschen und Dosen nach unten. Wenn du nach Abteilungen im Laden sortierst, vermeidest du zusätzlich Umwege.
Denke an Ersatz. Wenn eine Sache nicht mehr in die Tasche passt, entscheide vorher, ob sie weggelassen oder beim nächsten Mal gekauft wird. Nimm im Zweifel etwas weniger mit, statt die Taschen zu überladen. Ein Netz oder ein zusammenfaltbarer Beutel kann als Reserve mitfahren, damit du bei Bedarf noch einen kleinen Zusatzplatz hast.
Verteile das Gewicht gleichmäßig, damit das Rad nicht zu einer Seite zieht. Eine Tasche links und eine rechts, jeweils mit ähnlichem Inhalt, liegen stabiler als eine einseitige Last. Schwere Dinge kommen möglichst tief und nahe an die Achse. Ein Rucksack darf helfen, aber packe nicht zu viel hinein, denn das erhöht den Druck auf Rücken und Schultern.
Schreibe außerdem auf, welche Dinge du nur selten brauchst. Eine große Packung Waschmittel oder eine Kiste Getränke musst du nicht jede Woche holen. Verteile solche Einkäufe über mehrere Tage, und kaufe lieber zweimal in der Woche ein als einmal riesig. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, was in die Taschen passt, und die Liste schreibt sich fast von allein. Hänge sie am besten gut sichtbar in der Küche auf, damit jeder im Haushalt ergänzen kann, was fehlt, und du beim Einkauf nicht noch einmal nachdenken musst.